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Der Kampf um die Vormachtstellung beim Internet-TV ist voll entbrannt. Jetzt gab auch Amazon bekannt, demnächst ein eigenes Internet-TV-Angebot anzubieten. Verhandlungen mit allen großen Medienkonzernen in den USA liefen bereits, um Fernsehshows, Filme und Serien online übertragen zu können.

Zwar sind schon seit längerer Zeit auf Amazon einzelne Serien oder Beiträge gegen ein kleines Endgeld zu sehen, ein umfassendes Komplettprogramm wie beim Online-Filmverleih Netflix oder der Serien-Website Hulu gab es bisher allerdings nicht.

Neben Hulu und Netfix ist auch Apple auf dem Internet-TV-Markt vertreten. Über iTunes können schon seit langem Serien und Film gegen Bezahlung bezogen werden. Auch Die Videoplattform YouTube experimentiert derzeit mit einem Bezahlprogramm. Noch geht die Entwicklung im wesentlichen von den USA aus, in Deutschland fristet das Internet-TV noch ein Nischendasein.

Glaubt man den Gerüchten aus Insiderkreisen, dann dürfte das Video-Portal YouTube bald mit einem kostenpflichtigen Streaming-Angebot für Videos online gehen. Angeblich liefen bereits seit mehreren Monaten Verhandlungen zwischen der Google-Tochter YouTube und den einschlägigen Produzentenfirmen in Hollywood. Der Deal wäre nicht nur für YouTube ein Erfolg, auch die Filmbranche würde gewinnen – sucht sie doch händeringend nach neuen Vermarktungsmöglichkeiten jenseits der klassischen DVD.

Das Konzept sähe dann so aus, dass parallel zum Herauskommen der DVD’s auch aktuelle Kinofilme per Videostream über die Plattform YouTube angesehen werden könnten. Gerüchten zufolge beliefen sich die Koste für die Nutzung des Streaming-Angebots für einen Film auf rund 5 US-Dollar. Damit würde YouTube in direkter Konkurrenz zu Video-Verleih-Portalen wie Netflix oder Videoportalen wie Hulu stehen. Eigentlich nicht schlecht, denn Konkurrenz belebt das Geschäft und das bedeutet Preissenkungen für uns User.

Der Grundsatzstreit zwischen YouTube und dem Medienkonzern Viacom ist vorläufig entschieden. YouTube wird für das Einstellen von geschützter Viacom-Clips nicht haftbar gemacht.

Ein New Yorker Gericht entschied am Mittwoch über den Urheberrechtsstreit zwischen dem Medienkonzern Viacom, zu dem auch MTV wie auch Paramount gehört, und der Videoplattform YouTube. Diese war zuvor auf rund eine Milliarde Dollar Schadensersatz verklagt worden, weil sie angeblich zu geringe Anstrengungen unternahm, um das Einstellen von urheberrechtlich geschützten Videoclips zu unterbinden. Viacom demonstrierte und kündigt Berufung ein: „Das Urteil sei komplett mangelhaft“, so ein Pressesprecher des Konzerns.

Das Urteil ist von größerer Relevanz für die gesamte Medien und Internetbranche. Ursprung der Klage war es, dass YouTube-Nutzer widerrechtlich geschützte Musikclips des Konzerns auf die Plattform gestellt hatten, ohne das YouTube etwas dagegen unternahm. Nach Ansicht der Richter unternahm die Videoplattform jedoch ausreichende Bemühungen, das geschützte Material zu entfernen. Zudem sei YouTube durch den Digital Millennium Copyright Act geschützt . Nach diesem kann YouTube solange nicht belangt werden, wie die es mit den Rechteinhabern zusammenarbeitet und für die Löschung beanstandeter Inhalte sorgt.

YouTube entwickelte extra einen Filter, um die Suche nach geschütztem Material zu erleichtern. Das Verfahren begann bereits 2006 – ob die Berufung von Viacom von den Gerichten angenommen wird, bleibt abzuwarten.

(jm)


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