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Die amerikanische Verbraucherschutzbehörde verdonnert den Blogerdienst Twitter zu verschärften Sicherheitsmaßnahmen. Wiederholt gelang es Hackern, die Nutzerkonten einzelner User zu knacken. Aufsehen erregte zuletzt der Fall eines französischen Computerhackers, dem es gelang, den Twitteraccount von Barack Obama zu knacken. David Vladeck, von der Verbraucherschutzbehörde Federal Trade Commission (FTC) über die Sicherheitslücken: “Wenn ein Unternehmen seinen Nutzern verspricht, dass ihre persönlichen Daten sicher sind, dann muss es dieses Versprechen auch einhalten”

Die Behörde kritisiert vor allem die einfachen Administrator-Passwörter. Da diese relativ simpel geknackt werden können, gelang es Hackern Anfang 2009 sogar, die Kontrolle über die komplette Twitter-Website zu übernehmen.

Als Reaktion auf die peinlichen Vorkommnisse und den Druck der US-Behörden versprach der Kurznachrichtendienst, die Sicherheitslücken zu schließen und neue Standards zu setzten. Die Behörden wollen den Fortschritt kontrollieren.

(jm)

2010 5 Mai

Zwitscher mir was

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Als die Twitter-Entwickler Jack Dorsey, Evan Williams und Biz Stone im Jahre 2006 ihren Mikrobloggingdienst vorstellten, dachte sie wohl nicht daran wie einflussreich und weitenreichenstark ihre Plattform einmal werden würde. Heute, vier Jahre später, hat sich das soziale Netzwerk rund um den kleinen blauen Vogel zu einer der erfolgreichsten Web2.0-Anwendungen gemausert.

Für alle die Twitter nicht kennen: es handelt sich hier um eine Art öffentlich einsehbares Tagebuch, wo man eigene Textnachrichten, sogenannte “Tweets” (engl. to tweet = zwitschern), in der Länge von 140 Zeichen posten kann, die dann von allen anderen Benutzern die einem “folgen” gelesen werden können. Die geposteten Tweets werden dann für jeden Benutzer chronologisch in einem Log dargestellt und können auf der benutzerspezifischen Twitterseite abgerufen werden.

Mittlerweile ist Twitter neben anderen sozialen Netzwerken wie Facebook und studiVZ, sowie den Blogs im Allgemeinen zu einer Art tragenden Säule im Web 2.0 geworden. Die Anwendungen des “Mitmach-Webs” werden nicht mehr nur von gelangweilten und mitteilungsbedürftigen Internetusern genutzt, sondern auch vermehrt von Journalisten genutzt. So ergab eine Studie des PR-Unternehmens Cision und der George Washington University, dass 56 Prozent der Journalisten die Rolle von “Social Media” als wichtig für ihre Arbeit einstufen.

Social Media macht den Mainstreammedien Konkurrenz

Laut der amerikanischen Studie nutzen alle Journalisten die Suchmaschine Google. Mit 61 Prozent greifen mehr als die Hälfte der Redakteure auf Wikipedia zurück, noch größer ist die Begeisterung für Blogs: 89 Prozent der Journalisten nutzen diese Form des Web 2.0. Jeder Zweite der Befragten nutzt den Mikrobloggingdienst Twitter. Zum Vergleich: etwa 44 Prozent der Journalisten greifen auf PR-Profis zurück umd etwa Interviews, oder Zugang zu Experten und Quellen zu erhalten.

Da die Umfrage in den USA durchgeführt wurde, lässt sich schwer sagen wie der Trend in Deutschland aussieht. “Genaue Zahlen über die Nutzung von Web 2.0 als Recherchequelle deutscher Journalisten liegen nicht vor. Ich schätze, dass der Prozentsatz in Deutschland niedriger ist. Auf jeden Fall nimmt aber die Bedeutung der sozialen Netzwerke als Recherchequellen zu”, so Hendrik Zörner, Sprecher des Deutschen Journalistenverbandes (DJV). Fest steht zumindest eins: auch wenn die Bedeutung zunimmt, heißt das nicht, dass auch der etwa Inhalt vertrauenswürdiger wird. Dies zeigt sich auch in der Studie wieder, 84 Prozent gehen mit den Informationen aus Social-Media-Quellen eher vorsichtig um.

Die zweiseitige Twitter-Medaille

Auch Twitter ist seine wachsende Bedeutung bekannt, weswegen es natürlich versucht seine eigenen Funktionen für Journalisten und Blogger zu verbessern. In einem Blogeintrag kündigte das Unternehmen die Einführung einer Zitiermöglichkeit an. So wird es künftig über einen HTML-Code möglich sein, Tweets auf externe Seiten einzubinden. Bislang funktionierte das Zitieren von Twitter-Updates nur umständlich mittels textlicher Wiedergabe oder Screenshots. Dies soll nun durch die neue Funktion vereinfacht werden.

Doch wie fast jede Plattform im Netz hat auch Twitter mit Datenschutz- und Sicherheitsproblemen zu kämpfen. So sammelt das Unternehmen zum Beispiel personbezogene Daten und gibt sie auch an Dritte weiter. Diese Informationen werden als Aktivposten in der Bilanz gelistet und man behällt sich vor sie bei einem etwaigen Besitzerwechsel zu verkaufen.

Sicherheitstechnisch ist es vor allem der sogenannte Session Cookie welcher Sorgen bereitet. Das Problem ist, dass der von Twitter verwendete und auf dem eigenen Rechner abgespeicherte Cookie die gleiche Lebenszeit hat wie das Passwort. Für Angreifer ist es also ein leichtes diesen Cookie zu kopieren, das Passwort herauszufinden und somit den kompletten Account zu übernehmen – so lange bis der Benutzer das Passwort ändert. Genaueres zu diesem Thema findet sich hier. Abhilfe würde hier etwa Beispiel eine HTTPS-Verschlüsselte Verbindung schaffen, welche aber derzeit nicht eingesetzt wird.

(pts)

Das größte soziale Netzwerk der Welt wird wahrscheinlich bald ein neues Feature haben: das Teilen von Positionsinformationen. Die über 400 Millionen Nutzer von Facebook könnten so sehen, was ihre Freunde wo schreiben. Diese Informationen wurden von anonymen Quellen aus dem Unternehmen entnommen, welche über laufende Entwicklung nicht öffentlich sprechen dürfen.

Der Benutzer soll demnach bei der Verwendung von Geo-Tags vorher gefragt werden. Bereits Ende letzten Jahres hat man, im Zuge der neuen Datenschutzbestimmungen, einen kleinen Wink mit dem Zaunfahl bekommen:

Wenn du anderen deinen Standort mitteilst oder zu etwas, das du auf Facebook stellst, eine Ortsangabe machst, dann behandeln wir dies wie alle anderen von dir geposteten Inhalte. Wenn wir einen Dienst anbieten, der diese Art der Standortmitteilung unterstützt, geben wir dir die Möglichkeit, dich explizit für die Teilnahme daran zu entscheiden.

Anscheinend experimentiert man dieser Funktion schon seit über einem Jahr, man wollte aber noch warten bis das Produkt bereit wäre vom “Mainstream” akzeptiert zu werden. Dies hört man zumindest von Stimmen aus dem Unternehmen.

Demnach soll das Feauture auch zwei Teile haben. Der eine wird direkt den Benutzern angeboten, um Informationen über ihren Aufenthaltsort mit ihren Freunden teilen zu können. Der andere Teil wird den Programmieren in Form eines sogenannten API’s zur Verfügung gestellt. Das heisst, es wird in Zukunft sicherlich einige interessante Programme geben, die dieses Feature nutzen. Da ein Viertel der Benutzer mobil auf das Netzwerk zugreifen, könnten vor allem Firmen davon profitieren. Allerdings dürfte dies eher auf kleiner Unternehmen zutreffen, etwa wie Restaurantguides, oder in Form von Angaben über den nächsten Pizzaservice.

Neben Facebook gibt es verschiedene andere Seiten die Orts-basierte Services anbieten, oder diese zumindest unterstützen. So zum Beispiel kleinere soziale Netzwerke wie Loopt, Foursquare und Gowalla. Aber auch Google (mit Google Latidue) und Twitter bieten bereits entsprechende Optionen an.

(via)


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