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Archiv: soziale netzwerke

Facebook Chef Mark Zuckerberg verkündete die Frohe Botschaft: Sechs Jahre nachdem Facebook online ging, zählt das Online-Portal über eine halbe Milliarden Mitglieder.Facebook hat damit Konkurrenten wie StudiVZ oder MySpace hinsichtlich der Mitgliederzahl weit überholt und wird in über 70 Staaten dieser Erde genutzt. Grund genug für das Unternehmen, anlässlich dieser Zahl eine neue Applikation zur Verfügung zu stellen, mit der die Mitglieder besondere Facebook-Erlebnisse publizieren können. Die auf einer Facebook-Seite veröffentlichen Erfahrungsberichte sollen auf einer Weltkarte platziert und nach Kategorien wie Politik, Kurioses oder Musik geordnet werden.

Der US-Programmierer Paul Cegila verklagt das weltweit größte Soziale Netzwerk Facebook. Er erhebt den Anspruch,dass ihm rund 84 Prozent des gesamten Unternehmens gehören.

Grund für die aufsehenerregende Forderung ist die Aussage Cegilas, er habe von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg im Jahr 2003 den Auftrag erhalten, ein Internetportal namens “The Face Book” zu programmieren. Der Vertrag, den die beiden damals schlossen, hätte dem Programmierer neben einem Honorar von 1000 US-Dollar eine Beteiligen von 50 Prozent an der neuen Plattform zugesichert.

Die Seite sollte zum 1. Januar 2004 online gehen. Mit jedem Tag, um den sich der Start verzögere, sollte Cegila angeblich ein weiteres Prozent vom Anteil erhalten. Facebook ging am 4. Februar 2004 online, genau 34 Tage nach dem geplanten Tag. Daraus zieht der Gescholtene den Schluss, ihm gehören 84 Prozent des so erfolgreichen Netzwerkes Facebook.

Das Unternehmen bezeichnete die Klage als „völlig unseriös“ und kündigt an, mit allen Mitteln gegen die Klage vorzugehen.

Facebook hat ihn längst, andere soziale Netzwerke ebenfalls. Nur studiVZ zögerte bei seiner Einrichtung. Seit kurzem nun stellt auch der deutsche Anbieter eine solche Funktion zur Verfügung.

Ein Newsfeed zeigt die wichtigsten Neuigkeiten aus dem persönlichen Kontaktnetzwerk an. Bei allen großen Social Network-Anbietern ist dies schon längst Standard. Da studiVZ schon länger unter dem Druck steht, dass seine Nutzer zu Facebook abwandern, zieht der Anbieter nun nach.

Seit Anfang Juli nun wurde die Funktion „Buschfunk“, welche bisweilen die User über aktuelle Statusmeldung der Netzwerkfreunde unterrichtete, durch den neuen Newsfeed ersetzt. Jetzt werden nicht nur Statusmeldungen, sondern auch neu hochgeladene Bilder von Freunden, neue Freundschaftsverbindungen und neu installierte Applications anderer User angezeigt. In Zukunft sollen auch Pinnwandeinträge, Foto-Verlinkungen, Profilveränderungen sowie Gruppenmitgliedschaften per Newsfeed angezeigt werden. Zudem lässt jede angezeigte Neuigkeit eine Kommentarfunktion durch andere zu.

Warum studiVZ solange zögerte, ist unklar. Möglicherweise fürchtete man sich vor Protesten der Mitglieder über Datenschutzsorgen.

Vom Google weder dementiert noch bestätigt, hält sich das Gerücht, der Konzern plane ein eigenes Soziales Netzwerk, genannt „Google Me“. Dies wäre ein direkter Angriff auf das bisweilen beliebteste Netzwerk Facebook.

Verwunderlich wäre der Einstieg in den Social Networks Bereich nicht, da das Unternehmen durch YouTube, Buzz, Wave und Picasa bereits im Social Media Geschäft aktiv ist. Zwar ist Google durch sein Netzwerk Orkut bereits in diesem Bereich aktiv, mit nur 20 Millionen Mitgliedern allerdings ein Zwerg im Vergleich zum Branchenriese Facebook.

Das Unternehmen sieht sich wegen des mäßigen Erfolgs von Buzz, Wave und Orkut zu neuen Innovationen gezwungen. Allerdings ist es fraglich, ob Google mit einem neuen Social Network-Dienst erfolgreich wäre. Facebook ist zu etabliert, als dass neue Ansätze Erfolg haben könnten. Ähnlich, wie viele Suchmaschinenanbieter an Googels Suchmaschine gescheitert sind.

Facebook steht schon lange in der Kritik, zu leichtfertig mit Nutzerdaten umzugehen. Jetzt verspricht das Kontaktnetzwerk den Usern mehr Kontrolle über die eigenen Daten.

Facebook reagiert und schränkt den Datenzugriff durch Fremdanwendungen ein. Zukünftig soll bei einem Zugriff einer externen Anwendung auf die Profildaten ein Pop-Up-Fenster erscheinen, welches den Benutzer um Erlaubnis fragt. Auf diese Weise will das Unternehmen mehr Transparenz schaffen und den Facebook-Nutzern mehr Verfügungsgewalt über die eigenen Daten an die Hand geben.

So muss eine Fremdanwendungen zukünftig exakt offen legen, auf welche Profildaten sie zugreift. Das Unternehmen kommt damit den Kritikern entgegen, die schon lange verbesserte Kontrollmechanismen fordern. Auf dem Facebook-Blog ist daher zu lesen: “Uns ist klar, dass Ihnen die Kontrolle über preisgegebene Daten wichtig ist. Mit dem neuen Autorisierungsprozess können Anwendungen, bei denen Sie sich mit Ihren Facebook-Anmeldedaten einloggen, nur auf öffentliche Teile des Profils zugreifen. Um die privaten Teile auszulesen, muss die Software um Erlaubnis fragen.”

Glaubt man den Angaben von Facebook, gibt es rund 550.000 Anwendungen für die Plattform und mehr als 1 Millionen Websites, die regelmäßig auf die Accountdaten der Nutzer zugreifen.

Das Internet und seine grenzenlosen Möglichkeiten. In Zeiten des WEB 2.0 werden über das Internet nicht nur Preise verglichen, Reisen gebucht, die Pizza bestellt– nein, es wird auch kräftig geflirtet und gedatet. Die Suche nach dem richtigen Partner verlagert sich so zunehmend in den virtuellen Raum. Zahlreiche Datingportale haben sich mittlerweile auf dem Markt etabliert, ständig kommen neue hinzu.

© Johanna Bieber/ PIXELI

© Johanna Bieber/ PIXELI

Die Online-Partnersuche erweist sich jedoch als kompliziert. Zu glauben, es genüge ein Profil anzulegen und schon erhält man massenweise Klicks und Angebote, ist ein Irrtum. Auch im virtuellen Raum muss aktive Partnersuche betrieben werden. Dennoch ist die Suche nicht erfolglos. Rund 9 Millionen Deutsche haben bereits über das Internet ihren Traumpartner gefunden. Doch bevor man sich in einem der vielzähligen Portale registriert, sollte man sich darüber im Klaren  sein, was man überhaupt will. Bin ich auf der Suche nach einem kurzen Flirt oder auf der Suche nach dem perfekten Partner für das Leben?

Ist diese Entscheidung getroffen, muss man sich ein entsprechendes Onlineportal aussuchen. Hier wird nämlich grundsätzlich unterschieden zwischen Flirtbörsen wie iLove.de oder Partnervermittlungen wie ElitePartner.de. Eine Mischformen, in der beides möglich ist, wäre zum Beispiel neu.de.

Bei der Anmeldung geht es nun darum, ein eigenes, wenn möglich interessantes Profil anzulegen. Wer nur das Nötigste über sich preis gibt, wird später wenig Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Da die erste Kontaktaufnahme rein virtuell verläuft, ist das Profil quasi das Gesicht, das Aushängeschild, mit dem der Suchende beim anderen Geschlecht punkten will. So sollten die Angaben im Userprofil gewissenhaft und mit viel bedacht bearbeitet werden. Mogeln, um sich attraktiver zu machen als man ist, ist allerdings auch nicht zu empfehlen – spätestens beim ersten Treffen fällt die virtuelle Maske. Genauso wichtig ist die Wahl des Nickname. Standards wie Knudelbär1984 wirken langweilig und wenig attraktiv – hier ist Kreativität gefragt.

Die erste Kontaktaufnahme verläuft dann über kurze Nachrichten, die man dem auserwählten Mitglied zuschickt. Auch hier sollte auf förmliche Standardnachrichten verzichtet werden. Besser ist es, persönliche Nachrichten zu verfassen, in denen auf  im Profil angegebene Hobbys, Interessen oder Gemeinsamkeiten eingegangen wird. Ist die erste Kontaktaufnahme gelungen, steht einem tiefergehenden Kennenlernen nichts im Wege.

Bei aller Mühe, die man sich beim Ausfüllen des Profils gibt, sollte allerdings darauf geachtet werden, keine persönlichen Kontaktdetails anzugeben. Name, Adresse und Telefonnummer sollten unbedingt verborgen bleiben. Werden diese grundsätzlichen Regeln der Anonymität beachtet, kann man wenig böse Überraschung erleben.

Allerdings ist der virtuelle Flirt nicht kostenlos. Zwar werben die meisten Anbieter mit kostenlosen Testmöglichkeiten, wirkliche Kontaktaufnahme ist aber erst möglich, wenn ein Abo abgeschlossen wurde.

“Vorratsdatenspeicherung? Mir doch egal, ich hab nichts zu verbergen.” Wer diese Meinung vertritt, hat entweder keine Ahnung vom Internet, seinen Regeln, Möglichkeiten und Idealen, oder er hat die Bedeutung des Schutzes der Privatsphäre noch nicht erkannt. Man muss kein chinesischer Dissident sein um etwas vor jemanden (meist vor großen Organisationen und Institutionen) geheimhalten zu wollen. Schonmal in einem Dating-Chat gewesen? Oder pornographisches Material im Internet betrachtet? Es müssen keine großen, bedeutenden Geheimnisse sein, die der Mensch in der hintersten Ecke seines Bewusstseins aufbewahrt. Trotzdem sind sie, so verwerflich sie für andere auch erscheinen mögen, ein wichtiger Bestandteil der freien Gesellschaft in der wir leben.

Nun stelle man sich vor, jeder Schritt den man tut könnte verfolgt werden. Jedes Gespräch, egal über welches Medium könnte zumindest ansatzweise rekonstruiert werden. Das eigene Netzwerk aus Familie, Freunden und Bekannten könnte innerhalb kürzester Zeit analysiert werden. Nicht nur das, mithilfe dieser Informationen wäre es sogar möglich Verhalten vorauszusagen. Klingt verrückt? Utopisch? Unvorstellbar?
Leider nein, das kurz angerissene Szenario ist heute durchaus möglich. Die Infrastrukturen sind da, die Daten auch. Und der, der das Ganze in Verbindung bringt, ist der auch schon da?

Wichtig bei dieser Problematik ist, dass man dass man die Diskussion nicht zu sehr von einem philosophischen Standpunkt aus führt. Es ist keine Frage von Gut und Böse, ob oder ob diese Daten nicht erhoben werden sollten. Statt einer solchen metaphysischen Betrachtungsweise sollte man sich lieber auf das Pragmatische konzentrieren. Fakt ist: für viele Personen, Organisationen und Institutionen ist es ein leichtes ALLES über uns heraus zu finden. Per Handy lässt sich jederzeit unsere Position bestimmen. Anrufe und Nachrichten werden mit GPS-Koordinaten gespeichert, ebenso wie Empfänger und Uhrzeit. Jeder Gang zum Bankautomaten kann mit Leichtigkeit nachgewiesen werden. Es wird aufgezeichnet wie lange wir im Nezt sind und welche Seiten wir besuchen. Bringt man das zusammen lassen sich noch ganz andere Schlüsse ziehen. Mittels Algorhitmen kann ermittelt werden welche Freunde wir haben und wie stark wir mit ihnen befreundet sind, einzig und allein an unserem Kommunikationsverhalten über Telefon, E-Mail und diversen Sozialen Netzwerken. Es ist ein leichtes unser Leben zu 99% zu rekonstruieren und in gewissen Teilen auch vorherzusagen.

Für alle die immernoch denken, dass das alles kein Problem ist und niemand auf die Idee kommen wird diese Daten irgendwie gegen unseren Willen zu verweden, weil ja sämtliche Instutionen und Organisationen von guten, intelligenten und absolut uneigennützig handelnden Menschen geleitet werden, der darf gerne weiter daran glauben. Wer allerdings nur Ansatzweise über diese Entwicklung besorgt ist, wer glaubt dass es sein gutes Recht ist etwas zu verbergen und wer nicht alles akzeptiert so wie es einem gesagt wird, der darf sich auf die kommenden Posts freuen.

Es ist schon so eine Sache mit den sozialen Netzwerken. Auf der einen Seite sind sie gerade für die jüngeren Generationen unserer Gesellschaft zum Alltag geworden, auf der anderen muss man sich ständig die Datenschutzrechtlichen Bedenken vor Augen halten. Selbst wenn man dies nicht tut, bekommt nach es von anderer Seite her immer wieder aufgezeigt: soziale Netzwerke, allen vorran deren Gallionsfigur Facebook, sind alles andere als sichere Häfen für die eigenen Daten.

So kam es gestern wieder zu einer groben Datenpanne. Das Netzwerk stellte die E-Mailadressen sämtlicher Nutzer auf öffentlich – ohne die Möglichkeit dies abzustellen. Für rund 30 Minuten waren die E-Mail-Adressen aller 400 Millionen Nutzer auf den jeweiligen Profilen einsehbar. Ein Sprecher von Facebook Deutschland äußerte sich gegenüber Heise online folgendermaßen: “Letzte Nacht machte ein Bug während Facebooks üblicher Codeaktualisierung verborgene Mail-Adressen kurz sichtbar. Der Bug wurde innerhalb von Minuten bemerkt und korrigiert”. Ein faux-pas der nicht gerade das Image des Giganten aufbessert.

Dabei hätte man das bei Facebook bitter nötig. Erst vor kurzen kritiserte die Zeitschrift Stiftung Warentest (unteranderem) das größte soziale Netzwerk im World Wide Web. Die Rechter Nutzer werden zu stark einschränkt, gleichzeitig nimmt sich aber das Unternehmen das Recht raus die Daten seiner Nutzer an Dritte weiterzugeben (neben Facebook werden vor allem MySpace und LinkedIn kritisiert). Als ob diese Kritik nicht schon genug wäre, hat Facebook vor künftig “allgemeine Daten” der Nutzer ebenfalls an Dritte weiter zu geben. Das sind “überprüfte Web-Seiten und Anwendungen” welche mit dem Netzwerk in Verbindung stehen. Unklar ist dabei wie diese überprüfung erfolgt, sowie um welche Web-Seiten es sich genau handelt.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die Vorwürfe gegen seinen Gründer, Mark Zuckerberg. Nach Informationen des Silicon Alley Insider soll sich im Mai 2004 der damals 19-Jährige Zuckerberg in diverse E-Mail-Konten von Journalisten der The Havard Crimson, einer Studentenzeitung gehackt haben um so den E-Mail-Verkehr mit Facebook-Kritikern zu verfolgen. Diese arbeiteten an einer Geschichte über die Entstehung des Netzwerkes. Sollten die Vorwürfe sich erhärten, könnte dies noch stärker am schon so brüchigen Image des Unternehmens rütteln. Ob sich allerdings danach der Großteil der User von Facebook abwenden wird ist eher fraglich, zu stark ist das Netzwerk Bestandteil der heutigen Jugendkultur.

Das Internet ist unumstritten eine der größten und bedeutensten Erfindungen in der Menschheitsgeschichte. Egal ob zur Wissensaneignung, dem Kontakt mit anderen über riesige Entfernungen hinweg, oder als Forum zur Diskussion – das Internet ist nicht mehr weg zu denken aus unserer Gesellschaft. Besonders die Interaktion mit Freunden und Bekannten über Chat-, oder VoIP-Programme, sowie mittels Sozialen Netzwerken à la Facebook und StudiVZ ist ein Hauptgrund für die Internetnutzung bei Millionen von Menschen auf dieser Welt. Wenn solch eine Masse an Personen zusammenkommt, ist es leider unausweislich, dass nicht nur positive Inhalte geteilt werden. Bedauerlicherweise äußert sich diese Schattenseite oft in Gewaltherrlichung oder Propaganda von diversen militanten Gruppierungen, oft in Form von Videos, Facebook-Gruppen, oder Foren.

So hat zum Beispiel das Simon Wiesenthal Center (SWC), eine international agierende Menschenrechtsorganisation, herausgefunden, dass die Anzahl einschlägiger Seiten im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent gestiegen sein. Diese würden, dem “Digital Hate Report” zufolge, Hass, Rassismus, Antisemitismus, Gewalt und Terrorismus verbreiten und propagieren. “Gegenüber klassischen Medien wie dem Fernsehen oder dem Radio sind die User im Internet einer höheren Gefahr ausgesetzt”, behauptet Rainer Gries, Propagandaexperte am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien. Das beruhe vor allem darauf, dass solche Propaganda oft auf eine subversive Art betrieben werde, diese könne aber vom Nutzer nur schwer relativiert und auf Wahrheitsgehalt geprüft werden.

Trotz den, laut SWC, über 11.500 Angeboten in Sozialen Netzwerken, Foren und Websites, die Hass schüren, oder Gewalt verherrlichen, ist und bleibt das Internet ein Ort welcher “Dialog, Debatten und Konsens” fördere. Dies ist auch die Begründung weshalb das Internet für den diesjährigen Friedensnobelpreis nominiert wurde (wer den Preis am Ende entgegennimmt, sollte das Internet ihn  wirklich erhalten, ist noch nicht geklärt). Im Endeffekt ist das Internet, wie jedes andere Medium auch, mit einer gewissen Kompetenz zu benutzen, die man sich natürlich vorher aneignen sollte, beziehungsweise sollte diese Kompetenz frühzeitig vermittelt werden. Denn das Internet ist nicht unbedingt gefährlicher als das Fernsehen, besonders was die Verbreitung von Propaganda, Falschmeldungen und schwer nachprüfbaren Informationen betrifft.

(pts)

Einschlägige Gruppen, unüberlegte Statusmitteilungen, peinliche Partybilder. Viele Nutzer von sozialen Netzwerken sehen sich täglich mit der Entscheidunge konfrontiert, ob man solche Informationen wirklich öffentlich zugänglich machen soll. Denn, einmal von der Problematik der Vorratsdatenspeicherung abgesehen, könnten solche Sachen schnell zu peinlichen Fragen führen. Und das nicht nur unter Freunden, angenommen beim nächsten Bewerbungsgespräch bekommt man nach Darstellung seiner Hobbies die Frage an den Kopf geworfen, warum man denn auf über 500 Partybildern mit diversen alkoholischen Getränken und zum Teil sehr ausgelassen Gesichtsausdruck zu sehen ist. Darüber sollte man sich dann vielleicht wirklich einmal Gedanken machen.

Auf wen genau diese Beschreibung zutrifft, der kann vielleicht erst einmal aufatmen. Eine Erhebung der Online-Jobbörse StepStone hat nämlich ergeben, dass die Recherche nach persönlichen Daten in sozialen Netzwerken à la studiVZ, Linkedln, oder Facebook eine eher geringe Rolle bei der Bewerbung spielt. Von über 4.300 befragten deutschen Führungskräften, gaben 89 Prozent an im persönlichen Bewerbungsgespräch noch nie mit Profildaten konfrontiert wurden zu sein. Trotzdem warnen Experten davor, zu viel von sich preiszugeben.

Denn man könne nie wissen, ob wirklich mal ein Personalchef nach den Daten des Bewerbers die gängigen sozialen Netzwerke durchforstet. Sieben Prozent gaben zum Beispiel an, schon einmal auf ihr Profil angesprochen wurden zu sein. “Auch wenn sich Personaler während eines Gespräches nicht auf Profilangaben der Bewerber direkt beziehen, heißt das nicht, dass ihnen diese nicht bekannt sind”, so Mario Trusgnach, Geschäftsführer von Adecco Österreich, einem Personaldienstleister. Trotzalledem sind aber die Netzwerke als Recherchequellen weit weniger verbreitet als bislang angenommen.

Demnach werden auch weiterhin die bewährten Methoden gewählt, um herauszufinden ob ein Bewerber für die Stelle geeignet ist oder nicht. Trotzdem kann eine Nachlässigkeit Folgen haben. “Wer jedoch aus Nachlässigkeit eigene Partybilder oder andere unglückliche Schnappschüsse bzw. Videos in sozialenn Netzwerkenn öffentlich zugänglich macht, ist selbst Schuld”, so Trusgnach gegenüber pressetext.


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