In jedem Internetbrowser bestehen Sicherheitslücken, die Hackern den Zugriff auf den heimischen Computer erlauben. Jetzt wurde eine Methode entwickelt, die eine Videoüberwachung via Adobe Flash Player ermöglicht.
Flash ist ein beinahe omnipräsentes Toll, was in jedem Browser integriert ist und die Darstellung von kleinen Videos, Werbebannern, bewegten Bildern und Animationen ermöglicht. Auf diese Weise wird jede Website bunter. Allerdings erweist sich Flash als Sicherheitslücke, die es Hackern erlaubt, die Kontrolle über das System zu erhalten.
Das Problem: die meisten Computernutzer haben mittlerweile erkannt, dass sie regelmäßig ihr System updaten müssen, vergessen dabei aber, Flash zu aktualisieren. Auf diese Weise kann zwar der Computer gut gegen Viren geschützt sein, die veraltete Flash-Anwendung aber erlaubt dennoch den Zugriff auf den eigenen Rechner. Was alles an Unfug mit Flash getrieben werden kann, zeigten nun Sicherheitsexperten des Frauenhofer-Instituts für Sicherheitstechnik.
Sie demonstrierten, wie sich über Flash die Webcam und Mikrofon eines Computers von der Ferne aus aktivieren lassen. Auf diese Weise kann der Laptop ohne Mitwissen des Besitzers zur Wanze und Überwachungskamera werden.
Eine Möglichkeit, Flash-Anwendung generell zu unterbinden, bietet zum Beispiel der Browser von Mozilla, so dass zumindest dieses Einfalltor geschlossen werden kann.