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Der US-Dienstleister Google schränkt nun sein Angebot in China ein und stellt zwei in China angebotene Dienste demnächst ein. Betroffen sind der Dienst für einen Website-Betreiber und eine Lifestyle-Site – Grund ist die zu geringe Nachfrage im Land. Ob weitere Dienste eingestellt werden, ließ der Konzern offen. Zuletzt gab es Auseinandersetzungen zwischen der Regierung Chinas und Google wegen der harten Zensurauflagen im Land der Mitte. Im Januar hatte der Konzern angekündigt, sich nicht weiter den Auflagen zu beugen.

Schenkt man den Gerüchten Glauben, dann plant Google über ein Online-Spiele-Netzwerk, eigene Social Games zu etablieren. Noch in diesem Jahr soll die Plattform Google Games starten.

Die neue Initiative ist Teil des geplanten Sozialen Netzwerkes, mit dem der Konzern in Konkurrenz zu Facebook treten will. Gleichzeitig ließen sich die neuen Social Games in die Betriebssysteme Android und Chrome integrieren.

Für die Entwicklung der neuen Spiele hat Google den Spieleentwickler Zynga beauftragt. Das hochgefragte Unternehmen entwickelt für mehrere Online-Dienste und Soziale Netzwerke derartige Spiele, unter anderem auch für Facebook.

Vom Google weder dementiert noch bestätigt, hält sich das Gerücht, der Konzern plane ein eigenes Soziales Netzwerk, genannt „Google Me“. Dies wäre ein direkter Angriff auf das bisweilen beliebteste Netzwerk Facebook.

Verwunderlich wäre der Einstieg in den Social Networks Bereich nicht, da das Unternehmen durch YouTube, Buzz, Wave und Picasa bereits im Social Media Geschäft aktiv ist. Zwar ist Google durch sein Netzwerk Orkut bereits in diesem Bereich aktiv, mit nur 20 Millionen Mitgliedern allerdings ein Zwerg im Vergleich zum Branchenriese Facebook.

Das Unternehmen sieht sich wegen des mäßigen Erfolgs von Buzz, Wave und Orkut zu neuen Innovationen gezwungen. Allerdings ist es fraglich, ob Google mit einem neuen Social Network-Dienst erfolgreich wäre. Facebook ist zu etabliert, als dass neue Ansätze Erfolg haben könnten. Ähnlich, wie viele Suchmaschinenanbieter an Googels Suchmaschine gescheitert sind.

“Vorratsdatenspeicherung? Mir doch egal, ich hab nichts zu verbergen.” Wer diese Meinung vertritt, hat entweder keine Ahnung vom Internet, seinen Regeln, Möglichkeiten und Idealen, oder er hat die Bedeutung des Schutzes der Privatsphäre noch nicht erkannt. Man muss kein chinesischer Dissident sein um etwas vor jemanden (meist vor großen Organisationen und Institutionen) geheimhalten zu wollen. Schonmal in einem Dating-Chat gewesen? Oder pornographisches Material im Internet betrachtet? Es müssen keine großen, bedeutenden Geheimnisse sein, die der Mensch in der hintersten Ecke seines Bewusstseins aufbewahrt. Trotzdem sind sie, so verwerflich sie für andere auch erscheinen mögen, ein wichtiger Bestandteil der freien Gesellschaft in der wir leben.

Nun stelle man sich vor, jeder Schritt den man tut könnte verfolgt werden. Jedes Gespräch, egal über welches Medium könnte zumindest ansatzweise rekonstruiert werden. Das eigene Netzwerk aus Familie, Freunden und Bekannten könnte innerhalb kürzester Zeit analysiert werden. Nicht nur das, mithilfe dieser Informationen wäre es sogar möglich Verhalten vorauszusagen. Klingt verrückt? Utopisch? Unvorstellbar?
Leider nein, das kurz angerissene Szenario ist heute durchaus möglich. Die Infrastrukturen sind da, die Daten auch. Und der, der das Ganze in Verbindung bringt, ist der auch schon da?

Wichtig bei dieser Problematik ist, dass man dass man die Diskussion nicht zu sehr von einem philosophischen Standpunkt aus führt. Es ist keine Frage von Gut und Böse, ob oder ob diese Daten nicht erhoben werden sollten. Statt einer solchen metaphysischen Betrachtungsweise sollte man sich lieber auf das Pragmatische konzentrieren. Fakt ist: für viele Personen, Organisationen und Institutionen ist es ein leichtes ALLES über uns heraus zu finden. Per Handy lässt sich jederzeit unsere Position bestimmen. Anrufe und Nachrichten werden mit GPS-Koordinaten gespeichert, ebenso wie Empfänger und Uhrzeit. Jeder Gang zum Bankautomaten kann mit Leichtigkeit nachgewiesen werden. Es wird aufgezeichnet wie lange wir im Nezt sind und welche Seiten wir besuchen. Bringt man das zusammen lassen sich noch ganz andere Schlüsse ziehen. Mittels Algorhitmen kann ermittelt werden welche Freunde wir haben und wie stark wir mit ihnen befreundet sind, einzig und allein an unserem Kommunikationsverhalten über Telefon, E-Mail und diversen Sozialen Netzwerken. Es ist ein leichtes unser Leben zu 99% zu rekonstruieren und in gewissen Teilen auch vorherzusagen.

Für alle die immernoch denken, dass das alles kein Problem ist und niemand auf die Idee kommen wird diese Daten irgendwie gegen unseren Willen zu verweden, weil ja sämtliche Instutionen und Organisationen von guten, intelligenten und absolut uneigennützig handelnden Menschen geleitet werden, der darf gerne weiter daran glauben. Wer allerdings nur Ansatzweise über diese Entwicklung besorgt ist, wer glaubt dass es sein gutes Recht ist etwas zu verbergen und wer nicht alles akzeptiert so wie es einem gesagt wird, der darf sich auf die kommenden Posts freuen.

Das größte soziale Netzwerk der Welt wird wahrscheinlich bald ein neues Feature haben: das Teilen von Positionsinformationen. Die über 400 Millionen Nutzer von Facebook könnten so sehen, was ihre Freunde wo schreiben. Diese Informationen wurden von anonymen Quellen aus dem Unternehmen entnommen, welche über laufende Entwicklung nicht öffentlich sprechen dürfen.

Der Benutzer soll demnach bei der Verwendung von Geo-Tags vorher gefragt werden. Bereits Ende letzten Jahres hat man, im Zuge der neuen Datenschutzbestimmungen, einen kleinen Wink mit dem Zaunfahl bekommen:

Wenn du anderen deinen Standort mitteilst oder zu etwas, das du auf Facebook stellst, eine Ortsangabe machst, dann behandeln wir dies wie alle anderen von dir geposteten Inhalte. Wenn wir einen Dienst anbieten, der diese Art der Standortmitteilung unterstützt, geben wir dir die Möglichkeit, dich explizit für die Teilnahme daran zu entscheiden.

Anscheinend experimentiert man dieser Funktion schon seit über einem Jahr, man wollte aber noch warten bis das Produkt bereit wäre vom “Mainstream” akzeptiert zu werden. Dies hört man zumindest von Stimmen aus dem Unternehmen.

Demnach soll das Feauture auch zwei Teile haben. Der eine wird direkt den Benutzern angeboten, um Informationen über ihren Aufenthaltsort mit ihren Freunden teilen zu können. Der andere Teil wird den Programmieren in Form eines sogenannten API’s zur Verfügung gestellt. Das heisst, es wird in Zukunft sicherlich einige interessante Programme geben, die dieses Feature nutzen. Da ein Viertel der Benutzer mobil auf das Netzwerk zugreifen, könnten vor allem Firmen davon profitieren. Allerdings dürfte dies eher auf kleiner Unternehmen zutreffen, etwa wie Restaurantguides, oder in Form von Angaben über den nächsten Pizzaservice.

Neben Facebook gibt es verschiedene andere Seiten die Orts-basierte Services anbieten, oder diese zumindest unterstützen. So zum Beispiel kleinere soziale Netzwerke wie Loopt, Foursquare und Gowalla. Aber auch Google (mit Google Latidue) und Twitter bieten bereits entsprechende Optionen an.

(via)

2010 12 Feb

Google und der Datenschutz

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Google Inc. hat es geschafft. In nur 12 Jahren hat es Unternehmen seine Suchmaschine “Google” als Marktführer positioniert. 80 Prozent aller weltweiten Suchanfragen gehen über die Website des amerikanischen Konzerns. Bewerkstelligt wurde dies mit komplizierten, neuen Suchalgorithmen und vor allem mithilfe von angepasster Werbung. Doch dies wirft einige Fragen an das Unternehmen auf.

So steht Google schon lange in der Kritik zur Datenkrake zu mutieren. Denn alle Daten werden zentral gespeichert, ob einzele Suchanfragen bei Google, E-Mails bei GoogleMail, oder angesehene Videos auf YouTube. Google speichert die Daten und lässt sie nach Mustern durchsuchen – um dann die passende Werbung dazu anzeigen zu können. So wird dann auf die E-Mail Einladung zur Geburtstagsfeier, auch gleich noch Werbung für zum Beispiel Blumen, oder Geschenkideen präsentiert. Was für die Werbebranche ein Segen ist, ist für andere ein Fluch.  Für Verlage zum Beispiel. Seit dem Boom des Internetmarketings wackelt nun ein Finanzierungsstandbein der Printmedien. Denn mit dem neuen Markt im Internet, beginnt der alte Markt, der der Anzeigen, langsam wegzubrechen.

Doch nicht nur in der Werbung zeigen sich Probleme. Auch Datenschützer laufen Sturm, denn das Missbrauchspotential ist riesig. Mithilfe der gesammelten Daten ließe sich ein erschreckend genaues Profil von fast jedem Internetbenutzer erstellen. Wie gefährlich die Zentralisation personenbezogener Daten sein kann, kann man gut am Beispiel des Hackerangriffs auf Gmail Konten beobachten. Unbekannte konnten sich Zugang zu diversen E-Mail-Accounts des Anbieters verschaffen und so sensible Daten entweden. Betroffen waren vor allem Wirtschaftsunternehmen in den USA – aber auch Informationen über chinesische Regimekritiker sollen entwendet wurden sein. Im Verdacht stehen chinesische Hacker – genau kann man das aber nicht sagen, da diverse Möglichkeiten bestehen Angriffe umzuleiten, um so seine Spuren zu verwischen.

Ein neuer Angriffspunkt für Datenschützer bietet der kürzlich neu vorgestellte Service “buzz”. Hiermit versucht Google auf dem Markt der sozialen Netzwerke Fuß zu fassen. Schon einmal hatte das Unternehmen diesen Schritt gewagt, nämlich 2004 mit “Orkut”, welches sich aber nur in Brasilien durchsetzen konnte. Bislang waren alle Schritte die Marktführer “Facebook” und “Twitter” vom Thron zu stoßen vergeblich. Doch mit “buzz” könnte sich dies ändern. Denn dieser Service vernetzt ungefragt alle Google Konten mit dem sozialen Netzwerk. So erhofft sich Google gleich zu Beginn eine breite Benutzermenge.

Doch befürchten einige Kritiker, dass das Konzept von Google, auf lange Sicht, vor allem zu einem führt: dem Verlust der Privatssphäre. Denn selbst arglose Benutzer des Services sollten sich genau überlegen wieviel sie von sich preisgeben wollen. Wer soll alles sehen mit wem ich im E-Mail-Kontakt stehe? Soll bei GoogleMaps angezeigt werden wo genau ich eine Stautsmitteilung versende (Stichwort Geo-Tagging: Auch Twitter bastelt an so einer Funktion). Soll der Personalchef wirklich lesen, dass ich regen Kontakt mit Erika aus der Buchhaltung habe? Fragen die sich am Ende jeder selbst beantworten muss.


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