Einschlägige Gruppen, unüberlegte Statusmitteilungen, peinliche Partybilder. Viele Nutzer von sozialen Netzwerken sehen sich täglich mit der Entscheidunge konfrontiert, ob man solche Informationen wirklich öffentlich zugänglich machen soll. Denn, einmal von der Problematik der Vorratsdatenspeicherung abgesehen, könnten solche Sachen schnell zu peinlichen Fragen führen. Und das nicht nur unter Freunden, angenommen beim nächsten Bewerbungsgespräch bekommt man nach Darstellung seiner Hobbies die Frage an den Kopf geworfen, warum man denn auf über 500 Partybildern mit diversen alkoholischen Getränken und zum Teil sehr ausgelassen Gesichtsausdruck zu sehen ist. Darüber sollte man sich dann vielleicht wirklich einmal Gedanken machen.
Auf wen genau diese Beschreibung zutrifft, der kann vielleicht erst einmal aufatmen. Eine Erhebung der Online-Jobbörse StepStone hat nämlich ergeben, dass die Recherche nach persönlichen Daten in sozialen Netzwerken à la studiVZ, Linkedln, oder Facebook eine eher geringe Rolle bei der Bewerbung spielt. Von über 4.300 befragten deutschen Führungskräften, gaben 89 Prozent an im persönlichen Bewerbungsgespräch noch nie mit Profildaten konfrontiert wurden zu sein. Trotzdem warnen Experten davor, zu viel von sich preiszugeben.
Denn man könne nie wissen, ob wirklich mal ein Personalchef nach den Daten des Bewerbers die gängigen sozialen Netzwerke durchforstet. Sieben Prozent gaben zum Beispiel an, schon einmal auf ihr Profil angesprochen wurden zu sein. “Auch wenn sich Personaler während eines Gespräches nicht auf Profilangaben der Bewerber direkt beziehen, heißt das nicht, dass ihnen diese nicht bekannt sind”, so Mario Trusgnach, Geschäftsführer von Adecco Österreich, einem Personaldienstleister. Trotzalledem sind aber die Netzwerke als Recherchequellen weit weniger verbreitet als bislang angenommen.
Demnach werden auch weiterhin die bewährten Methoden gewählt, um herauszufinden ob ein Bewerber für die Stelle geeignet ist oder nicht. Trotzdem kann eine Nachlässigkeit Folgen haben. “Wer jedoch aus Nachlässigkeit eigene Partybilder oder andere unglückliche Schnappschüsse bzw. Videos in sozialenn Netzwerkenn öffentlich zugänglich macht, ist selbst Schuld”, so Trusgnach gegenüber pressetext.
2010 15 Mrz
Soziale Netzwerke und Human Resources
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Montag, 15. März 2010 und wurde abgelegt unter "Allgemein". Du kannst die Kommentare verfolgen mit. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.
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