Es ist schon so eine Sache mit den sozialen Netzwerken. Auf der einen Seite sind sie gerade für die jüngeren Generationen unserer Gesellschaft zum Alltag geworden, auf der anderen muss man sich ständig die Datenschutzrechtlichen Bedenken vor Augen halten. Selbst wenn man dies nicht tut, bekommt nach es von anderer Seite her immer wieder aufgezeigt: soziale Netzwerke, allen vorran deren Gallionsfigur Facebook, sind alles andere als sichere Häfen für die eigenen Daten.
So kam es gestern wieder zu einer groben Datenpanne. Das Netzwerk stellte die E-Mailadressen sämtlicher Nutzer auf öffentlich – ohne die Möglichkeit dies abzustellen. Für rund 30 Minuten waren die E-Mail-Adressen aller 400 Millionen Nutzer auf den jeweiligen Profilen einsehbar. Ein Sprecher von Facebook Deutschland äußerte sich gegenüber Heise online folgendermaßen: “Letzte Nacht machte ein Bug während Facebooks üblicher Codeaktualisierung verborgene Mail-Adressen kurz sichtbar. Der Bug wurde innerhalb von Minuten bemerkt und korrigiert”. Ein faux-pas der nicht gerade das Image des Giganten aufbessert.
Dabei hätte man das bei Facebook bitter nötig. Erst vor kurzen kritiserte die Zeitschrift Stiftung Warentest (unteranderem) das größte soziale Netzwerk im World Wide Web. Die Rechter Nutzer werden zu stark einschränkt, gleichzeitig nimmt sich aber das Unternehmen das Recht raus die Daten seiner Nutzer an Dritte weiterzugeben (neben Facebook werden vor allem MySpace und LinkedIn kritisiert). Als ob diese Kritik nicht schon genug wäre, hat Facebook vor künftig “allgemeine Daten” der Nutzer ebenfalls an Dritte weiter zu geben. Das sind “überprüfte Web-Seiten und Anwendungen” welche mit dem Netzwerk in Verbindung stehen. Unklar ist dabei wie diese überprüfung erfolgt, sowie um welche Web-Seiten es sich genau handelt.
Ein weiterer Kritikpunkt sind die Vorwürfe gegen seinen Gründer, Mark Zuckerberg. Nach Informationen des Silicon Alley Insider soll sich im Mai 2004 der damals 19-Jährige Zuckerberg in diverse E-Mail-Konten von Journalisten der The Havard Crimson, einer Studentenzeitung gehackt haben um so den E-Mail-Verkehr mit Facebook-Kritikern zu verfolgen. Diese arbeiteten an einer Geschichte über die Entstehung des Netzwerkes. Sollten die Vorwürfe sich erhärten, könnte dies noch stärker am schon so brüchigen Image des Unternehmens rütteln. Ob sich allerdings danach der Großteil der User von Facebook abwenden wird ist eher fraglich, zu stark ist das Netzwerk Bestandteil der heutigen Jugendkultur.
2010 31 Mrz
Probleme bei Facebook
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Mittwoch, 31. März 2010 und wurde abgelegt unter "Allgemein". Du kannst die Kommentare verfolgen mit. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.
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