Seit vergangenem Mittwoch lassen sich nun auch rechtssichere Briefe online verschicken. Die Deutsche Post ist das erste Unternehmen, dass den elektronischen Brief anbietet.
Für 55 Cent ist es von nun an möglich, auch auf dem virtuellen Weg Briefe zu verschicken, die im Unterschied zur E-Mail auch Rechtssicherheit gewährleisten. Möglich ist dies durch ein sicheres Online-Registrierungsverfahren, bei dem sich der Nutzer eindeutig als authentische Person identifiziert. Seit Mittwoch können sich Kunden eine kostenlose, verifizierte E-Mail Adresse sichern und das neue Angebot nutzen.
Aber nicht nur die Deutsche Post, auch andere Unternehmen bieten das neue D-Mail-Verfahren an. Bei GMX und Web.de können sich Interessierte bislang allerdings nur eine registrierte Mail-Adresse sichern, das Versenden von E-Briefen wird erst ab 2011 möglich sein – so bleibt die Post bislang einziger Anbieter.
Es ist anzunehmen, dass ab dem kommenden Jahr durch den Einstieg weiterer Anbieter die Preise für den E-Brief unter die 55 Cent Marke fallen werden. Praktisch ist das neue Verfahren alle mal: Der Verbraucher kann bequem von zu Hause aus via E-Mails mit Behörden und Firmen kommunizieren, rechtlich gesehen ist das D-Mail-Verfahren gleichgestellt zu den herkömmlichen Post-Briefen. Im Unterschied zu der normalen E-Mail sind die Briefe dann nämlich verbindlich und gewähren im Streifall Rechtssicherheit.
So konnte die Deutsche Post bereits mehrere Unternehmen für das neue Verfahren gewinnen: Firmen wie SAP oder die Allianzversicherung werden in Zukunft Gehaltsabrechnungen und andere Geschäftsbriefe nicht mehr in Papierform, sondern über das D-Mail-Verfahren als elektronischen Brief verschicken.