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Archiv: Dienstag, 6. Juli 2010

Die Internationale Polizeibehörde Interpol nutzt soziale Netzwerke wie Facebook und MySpace zur Verbrecherfahndung. Dabei nutzt die Behörde das Potential der weitreichenden Vernetzung von Millionen Usern, die sich täglich im Internet bewegen. Interpol ruf die Nutzer dazu auf, in auf den Kommunikationsplattformen gezielt nach Mördern, Vergewaltigern und sonstigen Schwerverbrechern zu suchen.

Da Interpol davon ausgeht, dass auch Verbrecher Soziale Netzwerke nutzen, hofft man auf die Aufmerksamkeit der Internetnutzer, eben jene Personen, die auf Fahndungslisten stehen, ausfindig zu machen.

Während der Aktion „Infra-Red“ Anfang Mai dieses Jahres hatte Interpol auf diese Weise bereits nach rund 450 Verdächtigen und Verurteilten gesucht. Nicht ohne Erfolg – weltweit sind 107 flüchtige Personen im Netz identifiziert und dingfest gemacht worden.

Der stellvertretende Direktor von Interpol Martin Cox hofft auf weitere Erfolge: “Es ist wahrscheinlicher, dass jemand diese Flüchtigen auf der Website eines sozialen Netzwerks oder Chatrooms erkennt, als sie auf der Straße zu entdecken“. Interpol geht davon aus, dass sich viele der Flüchtigen bereits in Sicherheit wähnen und nicht länger gesucht werden. Die neue Internetaktion soll aber demonstrieren, “dass das niemals der Fall ist und die Strafverfolgungsbehörden nach diesen gesuchten Personen so lange fahnden wie es nötig ist”.

Branchenriese Amazon steigt in den Lebensmittelmarkt ein. In Zukunft sollen rund 30.000 Produkte angeboten werden.

Das Internet-Versandhaus Amazon startete zunächst als Medienlieferant. Längst findet der Kunde hier aber nicht nur Bücher, DVD’s oder Computer. Neben Werkzeug, Spielzeug und Sportgeräten findet man auf der Plattform seit vergangenen Donnerstag auch eine reiche Auswahl an Lebensmitteln. So kann der interessierte Käufer, angefangen bei Gemüse, Fisch oder Fleisch auch seltene Spezialitäten und das besonders kostbare Olivenöl online einkaufen. Christian Bubenheim, zuständiger Direktor für den Lebensmittelbereich sagte hierzu: “Das ist die größte Auswahl an Lebensmitteln, die es in Deutschland online gibt.”

Ergänzt wird die eigene Produktpalette durch 60 Partnershops, die Amazon als Plattform nutzen, um ihre eigenen Produkte anzubieten. Dazu gehören zum Beispiel Händler wie Biowelt und Gourmondo.

Schon öfters versuchten sich Unternehmen im Lebensmittelverkauf via Internet. Bislang allerdings mit nur mäßigem Erfolg. Lediglich Anbieter ausgesuchter Spezialitäten konnten sich auf dem Onlinemarkt halten. Grund für das Scheitern, ist das extrem dichte Netz an Supermärkten in Deutschland. So kaufen die Deutschen zwar für rund 20 Milliarden Euro jährlich im Internet ein, Lebensmittel werden jedoch bevorzugt im Discounter um die Ecke besorgt.

Dennoch könnte Amazon Erfolg haben, so Wolfgang Twardawa, Handelsexperte von Marktforscher GfK. Denn zum einen ist Amazon ein breit etablierter Onlinehändler mit einem internetaffinen Kundenstamm, zum anderen funktioniere der Handel mit Lebensmitteln über das Internet in anderen Ländern bereits sehr erfolgreich. Zu denken wäre hier an den Lebensmittelgroßkonzern Tesco in Großbritannien oder den Online-Supermarkt Migros in der Schweiz.

Folglich gilt es abzuwarten, wie erfolgreich sich die neue Sparte bei Amazon etablieren wird. Sollte das neue Konzept aufgehen, werden anderen Konkurrenten mit Sicherheit folgen.

Vom Google weder dementiert noch bestätigt, hält sich das Gerücht, der Konzern plane ein eigenes Soziales Netzwerk, genannt „Google Me“. Dies wäre ein direkter Angriff auf das bisweilen beliebteste Netzwerk Facebook.

Verwunderlich wäre der Einstieg in den Social Networks Bereich nicht, da das Unternehmen durch YouTube, Buzz, Wave und Picasa bereits im Social Media Geschäft aktiv ist. Zwar ist Google durch sein Netzwerk Orkut bereits in diesem Bereich aktiv, mit nur 20 Millionen Mitgliedern allerdings ein Zwerg im Vergleich zum Branchenriese Facebook.

Das Unternehmen sieht sich wegen des mäßigen Erfolgs von Buzz, Wave und Orkut zu neuen Innovationen gezwungen. Allerdings ist es fraglich, ob Google mit einem neuen Social Network-Dienst erfolgreich wäre. Facebook ist zu etabliert, als dass neue Ansätze Erfolg haben könnten. Ähnlich, wie viele Suchmaschinenanbieter an Googels Suchmaschine gescheitert sind.


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