Die Internationale Polizeibehörde Interpol nutzt soziale Netzwerke wie Facebook und MySpace zur Verbrecherfahndung. Dabei nutzt die Behörde das Potential der weitreichenden Vernetzung von Millionen Usern, die sich täglich im Internet bewegen. Interpol ruf die Nutzer dazu auf, in auf den Kommunikationsplattformen gezielt nach Mördern, Vergewaltigern und sonstigen Schwerverbrechern zu suchen.
Da Interpol davon ausgeht, dass auch Verbrecher Soziale Netzwerke nutzen, hofft man auf die Aufmerksamkeit der Internetnutzer, eben jene Personen, die auf Fahndungslisten stehen, ausfindig zu machen.
Während der Aktion „Infra-Red“ Anfang Mai dieses Jahres hatte Interpol auf diese Weise bereits nach rund 450 Verdächtigen und Verurteilten gesucht. Nicht ohne Erfolg – weltweit sind 107 flüchtige Personen im Netz identifiziert und dingfest gemacht worden.
Der stellvertretende Direktor von Interpol Martin Cox hofft auf weitere Erfolge: “Es ist wahrscheinlicher, dass jemand diese Flüchtigen auf der Website eines sozialen Netzwerks oder Chatrooms erkennt, als sie auf der Straße zu entdecken“. Interpol geht davon aus, dass sich viele der Flüchtigen bereits in Sicherheit wähnen und nicht länger gesucht werden. Die neue Internetaktion soll aber demonstrieren, “dass das niemals der Fall ist und die Strafverfolgungsbehörden nach diesen gesuchten Personen so lange fahnden wie es nötig ist”.