chatters HELP

Web Hilfe

Du durchsuchst gerade das Archiv von Freitag, 12. Februar 2010.

Archiv: Freitag, 12. Februar 2010

2010 12 Feb

Google und der Datenschutz

Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | Tags: , , | Keine Kommentare

Google Inc. hat es geschafft. In nur 12 Jahren hat es Unternehmen seine Suchmaschine “Google” als Marktführer positioniert. 80 Prozent aller weltweiten Suchanfragen gehen über die Website des amerikanischen Konzerns. Bewerkstelligt wurde dies mit komplizierten, neuen Suchalgorithmen und vor allem mithilfe von angepasster Werbung. Doch dies wirft einige Fragen an das Unternehmen auf.

So steht Google schon lange in der Kritik zur Datenkrake zu mutieren. Denn alle Daten werden zentral gespeichert, ob einzele Suchanfragen bei Google, E-Mails bei GoogleMail, oder angesehene Videos auf YouTube. Google speichert die Daten und lässt sie nach Mustern durchsuchen – um dann die passende Werbung dazu anzeigen zu können. So wird dann auf die E-Mail Einladung zur Geburtstagsfeier, auch gleich noch Werbung für zum Beispiel Blumen, oder Geschenkideen präsentiert. Was für die Werbebranche ein Segen ist, ist für andere ein Fluch.  Für Verlage zum Beispiel. Seit dem Boom des Internetmarketings wackelt nun ein Finanzierungsstandbein der Printmedien. Denn mit dem neuen Markt im Internet, beginnt der alte Markt, der der Anzeigen, langsam wegzubrechen.

Doch nicht nur in der Werbung zeigen sich Probleme. Auch Datenschützer laufen Sturm, denn das Missbrauchspotential ist riesig. Mithilfe der gesammelten Daten ließe sich ein erschreckend genaues Profil von fast jedem Internetbenutzer erstellen. Wie gefährlich die Zentralisation personenbezogener Daten sein kann, kann man gut am Beispiel des Hackerangriffs auf Gmail Konten beobachten. Unbekannte konnten sich Zugang zu diversen E-Mail-Accounts des Anbieters verschaffen und so sensible Daten entweden. Betroffen waren vor allem Wirtschaftsunternehmen in den USA – aber auch Informationen über chinesische Regimekritiker sollen entwendet wurden sein. Im Verdacht stehen chinesische Hacker – genau kann man das aber nicht sagen, da diverse Möglichkeiten bestehen Angriffe umzuleiten, um so seine Spuren zu verwischen.

Ein neuer Angriffspunkt für Datenschützer bietet der kürzlich neu vorgestellte Service “buzz”. Hiermit versucht Google auf dem Markt der sozialen Netzwerke Fuß zu fassen. Schon einmal hatte das Unternehmen diesen Schritt gewagt, nämlich 2004 mit “Orkut”, welches sich aber nur in Brasilien durchsetzen konnte. Bislang waren alle Schritte die Marktführer “Facebook” und “Twitter” vom Thron zu stoßen vergeblich. Doch mit “buzz” könnte sich dies ändern. Denn dieser Service vernetzt ungefragt alle Google Konten mit dem sozialen Netzwerk. So erhofft sich Google gleich zu Beginn eine breite Benutzermenge.

Doch befürchten einige Kritiker, dass das Konzept von Google, auf lange Sicht, vor allem zu einem führt: dem Verlust der Privatssphäre. Denn selbst arglose Benutzer des Services sollten sich genau überlegen wieviel sie von sich preisgeben wollen. Wer soll alles sehen mit wem ich im E-Mail-Kontakt stehe? Soll bei GoogleMaps angezeigt werden wo genau ich eine Stautsmitteilung versende (Stichwort Geo-Tagging: Auch Twitter bastelt an so einer Funktion). Soll der Personalchef wirklich lesen, dass ich regen Kontakt mit Erika aus der Buchhaltung habe? Fragen die sich am Ende jeder selbst beantworten muss.


chatters HELP läuft unter Wordpress 2.8.4
Anpassung und Design: Gabis Wordpress-Templates
38 Verweise - 0.340 Sekunden.