Eigentlich müsste man annehmen, dass im Zeitalter der totalen Vernetzung die größte Virengefahr aus dem Internet kommt. Falsch gedacht, sagen die Computerexperten. Rund jeder vierte Virus oder Computerwurm kommt aus dem gelangt über mobile Datenträger auf den Rechner. Der USB-Stick als Hosentaschenfestplatte hat nämlich derart weite Verbreitung gefunden, dass es einfacher ist, einen Computer über den USB-Stick zu infizieren, als über das Internet.

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Da die meisten Windows-Rechner USB-Sticks ungefragt und ohne Sicherheitsüberprüfung öffnen, hat ein Virus leichtes Spiel, in das System einzudringen. Es müssen weder Firewall noch sonstige Schutzbarrieren überwunden werden, der Virus kommt quasi zu Fuß.
Das Sicherheitsunternehmen Panda Security analysierte hierfür knapp 11.000 infizierte PCs aus aller Welt. Das Ergebnis: in rund 25 Prozent aller Fälle kam das Virus über den USB-Stick auf den Rechner. Da die Rechner, wenn ein Stick angeschlossen wird, auf die Autorun.inf-Datei zurückgreifen, wird das Speichermedium automatisch geöffnet, Schadsoftware mit inbegriffen. Da es in den vergangenen zwei Jahren auch bei großen Behörden und Unternehmen wie dem Pentagon und Google zu Virenattacken, ausgelöst durch infizierte USB-Sticks kam, wird die Nutzung der kleinen Speicher zusehends eingeschränkt. Aber auch Privathaushalte sollten stärker auf die Sicherheit achten.